Den Ernstfall durchspielen: Was tun nach einem Einbruch?

MAGAZIN

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Wer es schon einmal erlebt hast, der weiß, wie sehr einen der Angriff auf den ganz persönlichen Lebensraum verunsichert. Neben dem materiellen Verlust, der durch den Einbruch entsteht und den eine gute Hausratversicherung ersetzt, ist da vor allem das ungute Gefühl, dass jemand Fremdes in den eigenen vier Wänden war. Umso wichtiger ist es, nicht nur durch die passende Versicherung, sondern auch mental auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Nach einem Einbruch: So unterstützen Betroffene die Arbeit der Polizei

Leider ist die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen nach wie vor nicht sehr hoch: Gerade einmal 17,8 Prozent der 116.540 angezeigten Fälle wurden 2017 aufgeklärt.

Umso wichtiger ist es, dass Sie beim Abschluss der Versicherung auch das Worst-Case-Szenarios besprechen und darauf eingehen, wie sich Betroffene unmittelbar nach Entdecken des Einbruchs verhalten sollten. Nicht selten reagieren die Hausbesitzer aus dem Schreck heraus falsch und erschweren dadurch die Arbeit der Polizei. Die Experten geben hierfür folgende Tipps:

  1. Ruhe bewahren: Panik ist ebenso unangebracht wie ein Verfallen in hektischen Aktionismus, der das Chaos womöglich noch vergrößert.
  2. Das Haus verlassen: Um keine Spuren des Einbruchs zu zerstören, ist es ratsam, das Haus umgehend zu verlassen. Dies dient auch dem Eigenschutz, falls der oder die Täter noch im Haus sind.
  3. Die Polizei rufen: Bei einem Einbruch wählen Betroffene am besten den Notruf 110 und warten dann vor Ort, bis der Streifenwagen eintrifft.

Was die Versicherung nach dem Einbruch benötigt

Nachdem die Polizei den Fall aufgenommen hat, sollten die Geschädigten die nächsten Vorkehrungen treffen. Jetzt geht es darum, das finanzielle Ausmaß des Einbruchs zu erfassen und das Wohneigentum vor weiteren Schäden zu bewahren. Beides ist auch für die Versicherung von Bedeutung. Folgende Schritte sind notwendig:

  1. Auf die Spurensicherung warten: Die Spezialeinheit der Polizei wird nach dem Einbruch den Tatort nach Fingerdrücken und ähnlichem absuchen. Je nach der Tageszeit kann es einige Stunden dauern, bis sie eintrifft. Betroffene sollten deshalb möglichst nichts verändern und nichts berühren, was Fingerabdrücke des oder der Einbrecher tragen könnte.
  2. Beschädigte Türen und Fenster sichern: Um das Haus vor weiteren unerwünschten Gästen, aber auch gegen die Witterung zu schützen, müssen Schäden an Türen und Fenstern umgehend repariert werden. Die Polizei kann in der Regel Schlüsseldienste empfehlen, die eine Notsicherung mit Spanplatten durchführen. Die Kosten dafür trägt die Versicherung.
  3. Liste der gestohlenen Gegenstände erstellen: Der nächste Schritt ist die Erstellung der Stehlliste. Auf ihr werden die beim Einbruch entwendeten Wertgegenstände aufgeführt. Diese Liste geht sowohl an die Polizei als auch an die Hausratversicherung.
  4. Schäden dokumentieren: Neben der Liste der gestohlenen Wertgegenstände sollten auch eventuelle Schäden an der Einrichtung dokumentiert werden, am besten durch Fotos. Auch diese werden von der Versicherung reguliert.

Fazit: Der Makler – Ratgeber für Versicherung und Verhalten nach dem Einbruch

Wenn Sie als Makler Ihren Kunden beim Abschluss der Hausratversicherung diese Hinweise zum Verhalten nach einem Einbruch mitgeben, tragen Sie viel zu deren Sicherheitsempfinden bei. Zwar können Sie Ihre Kunden nicht vor dem Einbruch schützen. Aber Sie können sie auf dieses wichtige Thema vorbereiten – und ihnen helfen, die finanziellen Folgen des Übergriffs bestmöglich abzufangen.