Wer zahlt zukünftig bei Schäden durch Naturgefahren?

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Ein Jahr hat es gedauert bis Heike und Thomas P. aus Braunsbach ihren Gasthof nach der Naturkatastrophe vom 29. Mai 2016 wiedereröffnen konnten. Damals verwüsteten Wasser- und Schlammwellen den fränkischen Ort in weiten Teilen, weil die angrenzenden Bäche infolge des Sturmtiefs Elvira zu Flutmassen angeschwollen waren. Fast alle Bewohner des Ortes waren betroffen. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten dauerten bis ins zweite Jahr nach der Katastrophe. Ohne finanzielle Hilfe vom Land und durch Spenden hätte es kaum einer geschafft.

Häufen sich Naturgefahren?

Zwar ist statistisch schwer nachzuweisen, dass sich extreme Wetterereignisse und damit Naturgefahren tatsächlich häufen, aber auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt. „Auf Basis der Beobachtungen ist es dennoch empfehlenswert, sich auf eine Zukunft mit mehr extremen Wetterphasen vorzubereiten“, erläutert Thomas Deutschländer, Meteorologe beim DWD.
Dabei ist zu hoffen, dass solche Naturkatastrophen „nur“ Sachschäden verursachen und kein Menschenleben kosten. Mit einem sehr großen Ausmaß der Sachschäden durch Naturgefahren ist jedoch zu rechnen. So hatten die Unwetter Elvira und Friederike beispielsweise versicherte Schäden in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro zur Folge.

Nach Naturkatastrophen sind neben den Versicherern auch die Länder und Kommunen gefragt: Sie sorgen einerseits für die Wiederherstellung des öffentlichen Raums, andererseits haben sie die Bürger bisher zuverlässig mit Soforthilfe unterstützt.

Das kann sich allerdings zukünftig ändern. Bayern und Sachsen haben bereits beschlossen, grundsätzlich keine Soforthilfe mehr an Opfer von Naturkatastrophen zu zahlen, wenn die Schäden durch Naturgefahren versicherbar gewesen wären. Insgesamt haben bereits elf Bundesländer Informationskampagnen gestartet, die zu mehr Eigenverantwortung anregen sollen: Die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterstützten Initiativen klären die Bürger auf, wie sie sich gegen erweiterte Naturgefahren schützen können.

Das Potenzial für Makler

Als Vermittler ist auf der sicheren Seite, wer seine Kunden über diese neuen Tendenzen aufklärt. Aktuell sind nämlich nur etwa 40 Prozent der Gebäude in Deutschland gegen Elementarschäden versichert. Es wären aber laut GDV gut 99 Prozent der Gebäude einfach gegen Überschwemmungen und Starkregen versicherbar.

Auch die GEV als Spezialversicherer für Immobilien bietet ein hervorragendes Absicherungspaket an. Mit der GEV PROTECT Wohngebäudeversicherung werden Immobilienbesitzer bestens vor Naturkatastrophen geschützt. Das Produkt ist modular aufgebaut und umfasst neben wichtigen Elementen wie Basis-, Technik-, Glas- oder Gartenschutz auch den Schutz gegen Elementarschäden.